11. Februar 2011
![Profilbild von Sirex [CR] Profilbild von Sirex [CR]](http://www.cacherats.de/wp-content/themes/gloriousday/img/Sirex.png)
Wenn aus einem Team wieder Einzelcacher werden sollen
Manchmal steht man vor diesem Problem:
Erst entdeckt man ganz allein das Geocaching, dann wird der Partner/die Partnerin infiziert, vielleicht auch die Kinder hinzugezogen und dann, dann wird auch dem Account “Single Geocacher” das “Team Geocacher”.
Viele hundert Caches werden gemeinsam gesucht und geloggt und plötzlich will man – im positiven Sinne – getrennte Wege gehen, da das ehemalige Teammitglied auch mal ganz alleine cachen und somit auch eine eigene Statistik führen möchte.

Der Account ist ja schnell geschaffen, aber was ist mit den bereits geloggten Dosen?
Na klar: Nachloggen!
Fällt die Entscheidung den Account aufzutrennen recht früh, kann man mit ein wenig Fleißarbeit das Problem recht pragmatisch lösen. Wenn sich aber schon über 200 Caches angesammelt haben, mutiert es doch irgendwie zur Strafarbeit.
Ich habe schon Cacher gesehen, die über Wochen hinweg jeden Tag Caches nachgeloggt haben, nur weil sie recht spät aus dem vorherigen Teamaccount ausgestiegen sind.
Wie können wir diese Sache jetzt vereinfachen? Bei meinem Früchtchen musste auch irgendwann ein eigener Account her und so habe ich mir diese einfache Methode einfallen lassen, um das Nachloggen halbwegs zu automatisieren.
Das Werkzeug, was wir dazu einsetzen können, ist mal wieder GSAK.
Die Überlegung war wie folgt: Irgendwie müsste es möglich sein aus GSAK heraus eine Datei zu generieren, die man Geocaching.com wieder zum Fraß vorwerfen kann. Nachdem alle Hoffnungen auf eine API zerstört wurden, fiel mein Augenmerk auf die sog. Fieldnotes, die ja geschaffen wurden, um Logs offline im GPSr vorzubereiten.
Also habe ich mir zunächst einmal angesehen, wie so eine Fieldnote aufgebaut ist. Außer dem Waypoint, dem Datum, der Uhrzeit, dem Logtyp und der Note selbst, enthält so eine Fieldnote wirklich nichts Spannendes. In so eine Datei darf jeder mal reinschauen! Das ist kein Zauberwerk und ideal für mein Vorhaben.
Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, dass mir GSAK bestimmte Caches als Fieldnote exportiert. “Out the Box” funktioniert das aber leider nicht. So habe ich mich zunächst auf die Suche nach einem Export-Makro gemacht, was mir CSV-Dateien erstellt. Denn im Grunde ist eine Fieldnote ja auch nix anderes.
Eine kurze Einarbeitung in die Makrosprache von GSAK ermöglichte mir die nötigen Anpassungen durchzuführen und so darf ich jetzt stolz mein erstes, eigenes GSAK-Makro präsentieren.
Die Funktionsweise ist einfach:
- Zunächst sollte man in GSAK alle Caches filtern, die man mit dem scheidenden Teampartner gefunden hat. Ich habe das damals eigentlich aus dem Gedächtnis gemacht, denn irgendwie kann man sich doch an die meisten Caches erinnern wenn man den Namen liest oder sein eigenes Log vor Augen führt.
- Nachdem nur noch “gemeinsam geloggte Caches” in der Liste zu sehen sind, kann man das Makro starten.
- In dem aufpoppenden Fenster dann nur noch einen Pfad mit einem passenden Namen (z.B. myFieldnote.txt) und einen Standard-Logtext eintragen.
- Danach einfach auf Fieldnote-Datei erzeugen klicken.

Diese entstandene Fieldnote-Datei kann man jetzt bei geocaching.com in den neuen Account hochladen:
Nach dem Upload stehen jetzt alle exportierten Geocaches als Fieldnote zur verfügung.
Jetzt können alle Caches halbautomatisch über einen Klick auf “Compose Log” nachgeloggt werden. Vorteil: Der Logtype ist eingestellt, das Datum stimmt und die Standard-Lognachricht steht bereits im Textfeld.
Natürlich hat man noch die Möglichkeit einzugreifen und den Standardlog gegen einen individuellen auszutauschen, weil der grandiose Multi es einfach verdient hat. Ich denke aber, dass kein Owner etwas gegen diese Art des “Nachloggens” einzuwenden hat.
Das Makro hat allerdings noch eine Einschränkung. So tauchen Caches, die kein “Found it – Log” haben (Event- und Webcam-Caches) zwar auf, es wird aber nicht korrekt “Attended” bzw. “Webcam-Photo taken” voreingestellt. Da das in Summe aber die wenigsten Caches betreffen, habe ich es mir erspart, diesen Umstand abzufangen.
Fragen zum Makro, aber auch Kritik und Anregungen nehme ich natürlich wieder in den Kommentaren entgegen.
Gruß
Andi
7 Kommentare












Nachloggen??
Wenn der Name nicht im Logbuch steht, wird er von mir online gelöscht…
Kann ja jeder kommen…
[Antwort]
Warum nicht im Log stehen? Es sind ja die gleichen Personen! Wenn ich meinen Accountnamen umbenenne, stehe ich dann auch nicht im Log? Ich bitte mal um eine sachliche Einschätzung, warum das Loggen in dieser Art nicht erlaubt sein soll, oder wie man sich als ehemaliges Teammitglied am besten verhalten sollte. Ganz neu anfangen, obwohl man vor Ort war? Das kann es ja nicht sein!
Gruß
Andi
[Antwort]
Super Andi!

Ein klasse Macro, das einem im Fall der Fälle viel Strafarbeit ersparen kann. Doppeldaumen hoch dafür!
[Antwort]
Ich musste nach der Trennung von meiner Frau fast 2000 Funde nachloggen, da eine Übernahme, einfache Umbenennung nicht in Frage kam.
Nur EIN Cacher hat meine Logs wieder gelöscht, aber das hat er nur ein Mal gemacht
Leute, das ist nur ein Spiel und wenn man bei tausenden von Funden nicht den Überblick verlieren will oder jedes Mal mit GSAK herumhantieren will, bleibt nur das Nachloggen schon gefundener Dosen. Schließlich waren nicht alle davon sooo toll, das man nochmals dort hin will
Ein Accounttrennung ist nie schön und oft ist der Anlass alles andere als einfach, also sollte man da als Cacheowner auch mal die Füße still halten und nicht den Moralapostel heraushängen lassen.
Wie gesagt, es ist nur ein Spiel!
[Antwort]
Mir ist nicht so ganz klar, was dieses Nachloggen eigentlich bringen soll.
Da frage ich mich ernsthaft, worum es beim Cachen eigentlich geht: um den Spaß beim Suchen und Entdecken oder um die Statistik?! Für mich steht auf jeden Fall der Spaß im Vordergrund und ich würde mir sicher nicht die Mühe machen, hunderte von Caches nachzuloggen – die ich allein ja noch nicht mal gefunden habe.
Nix für ungut…
[Antwort]
@frechdaxx70 Es geht ja nicht um die Grundsatzdiskussion, ob es beim Cachen um das Punktesammeln geht, oder ob nicht. Defakto gibt es genug Geocacher, die sich bewusst entschieden haben überhaupt keine Online-Logs mehr zu schreiben. Die prominentesten Vertreter dieser Einstellung dürften wohl die Dosenfischer sein.
Wenn man jedoch Spaß an der Statistik hat und – was viel wichtiger ist – auch irgendwie nachvollziehen möchte, welche Geocaches man bereits besucht hat, macht das Nachloggen bei einer Teamtrennung durchaus Sinn.
Dass Du bei gerade mal 34 gefundenen Dosen noch ohne Onlinelog die Übersicht behältst, ist allerdings keine große Kunst. Damit erkläre ich mir auch, dass Dir das Nachloggen nicht sinnvoll erscheint.
Nichts für ungut.
@Alle, die das Nachloggen für nicht guidelinekonform halten:
Beantwortet mir bitte folgende Fragen.
1. Wenn ich meinen Account umbenenne von Sirex [CR] in “Xeris”, ist es dann gerechtfertig mein Log zu löschen, da ja im Logbuch vor Ort nur Sirex [CR] zu lesen ist?
2. Wenn sich ein Team trennt, wie sollte man sich dann verhalten? (Zumeist wird der ursprüngliche Account ja dann auch umbenannt. Müssen dann alle Teammitglieder neu anfangen? Mit welchem Recht darf der eine seine Logs behalten, während der andere, mit dem neuen Account, ja angeblich nicht nachloggen darf?)
3. Ist es ein so großes Problem, wenn im Trennungsfall ein paar wenige Log-Mitteilungen mehr im E-Mail-Postfach landen? Es ist doch eher ein Ausnahmeerscheinung.
4. Wer von Euch vergleicht eigentlich die Online-Logs mit den Logs im echten Logbuch?
5. Regt man sich darüber nur auf, weil man Missbrauch fürchtet?
Gruß
Andi
[Antwort]
[...] wenn wir nicht pfiffig wären! Und so fand Miss Marple02 vor einiger Zeit im „CacheRats-Blog“ (http://www.cacherats.de/2011/02/11/teams-zu-einzelaccount/) einen Artikel, der versprach, dass man nun bei einer Team-Trennung nicht mehr alles nachloggen [...]