Manchmal steht man vor diesem Problem:

Erst entdeckt man ganz allein das Geocaching, dann wird der Partner/die Partnerin infiziert, vielleicht auch die Kinder hinzugezogen und dann, dann wird auch dem Account “Single Geocacher” das “Team Geocacher”.

Viele hundert Caches werden gemeinsam gesucht und geloggt und plötzlich will man – im positiven Sinne – getrennte Wege gehen, da das ehemalige Teammitglied auch mal ganz alleine cachen und somit auch eine eigene Statistik führen möchte.


Der Account ist ja schnell geschaffen, aber was ist mit den bereits geloggten Dosen?

Na klar: Nachloggen!

Fällt die Entscheidung den Account aufzutrennen recht früh, kann man mit ein wenig Fleißarbeit das Problem recht pragmatisch lösen. Wenn sich aber schon über 200  Caches angesammelt haben, mutiert es doch irgendwie zur Strafarbeit.

Ich habe schon Cacher gesehen, die über Wochen hinweg jeden Tag Caches nachgeloggt haben, nur weil sie recht spät aus dem vorherigen Teamaccount ausgestiegen sind.

Wie können wir diese Sache jetzt vereinfachen? Bei meinem Früchtchen musste auch irgendwann ein eigener Account her und so habe ich mir diese  einfache Methode einfallen lassen, um das Nachloggen halbwegs zu automatisieren.

Das Werkzeug, was wir dazu einsetzen können, ist mal wieder GSAK.

Die Überlegung war wie folgt: Irgendwie müsste es möglich sein aus GSAK heraus eine Datei zu generieren, die man Geocaching.com wieder zum Fraß vorwerfen kann. Nachdem alle Hoffnungen auf eine API zerstört wurden, fiel mein Augenmerk auf die sog. Fieldnotes, die ja geschaffen wurden, um Logs offline im GPSr vorzubereiten.

Also habe ich mir zunächst einmal angesehen, wie so eine Fieldnote aufgebaut ist. Außer dem Waypoint, dem Datum, der Uhrzeit, dem Logtyp und der Note selbst, enthält so eine Fieldnote wirklich nichts Spannendes. In so eine Datei darf jeder mal reinschauen! Das ist kein Zauberwerk und ideal für mein Vorhaben.

Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, dass mir GSAK bestimmte Caches als Fieldnote exportiert. “Out the Box” funktioniert das aber leider nicht. So habe ich mich zunächst auf die Suche nach einem Export-Makro gemacht, was mir CSV-Dateien erstellt. Denn im Grunde ist eine Fieldnote ja auch nix anderes.

Eine kurze Einarbeitung in die Makrosprache von GSAK ermöglichte mir die nötigen Anpassungen durchzuführen und so darf ich jetzt stolz mein erstes, eigenes GSAK-Makro präsentieren.

Die Funktionsweise ist einfach:

  • Zunächst sollte man in GSAK alle Caches filtern, die man mit dem scheidenden Teampartner gefunden hat. Ich habe das damals eigentlich aus dem Gedächtnis gemacht, denn irgendwie kann man sich doch an die meisten Caches erinnern wenn man den Namen liest oder sein eigenes Log vor Augen führt.
  • Nachdem nur noch “gemeinsam geloggte Caches” in der Liste zu sehen sind, kann man das Makro starten.
  • In dem aufpoppenden Fenster dann nur noch einen Pfad mit einem passenden Namen (z.B. myFieldnote.txt) und einen Standard-Logtext eintragen.
  • Danach einfach auf Fieldnote-Datei erzeugen klicken.

Diese entstandene Fieldnote-Datei kann man jetzt bei geocaching.com in den neuen Account hochladen:


Nach dem Upload stehen jetzt alle exportierten Geocaches als Fieldnote zur verfügung.

Jetzt können alle Caches halbautomatisch über einen Klick auf “Compose Log” nachgeloggt werden. Vorteil: Der Logtype ist eingestellt, das Datum stimmt und die Standard-Lognachricht steht bereits im Textfeld.

Natürlich hat man noch die Möglichkeit einzugreifen und den Standardlog gegen einen individuellen auszutauschen, weil der grandiose Multi es einfach verdient hat. Ich denke aber, dass kein Owner etwas gegen diese Art des “Nachloggens” einzuwenden hat.

Das Makro hat allerdings noch eine Einschränkung. So tauchen Caches, die kein “Found it – Log” haben (Event- und Webcam-Caches) zwar auf, es wird aber nicht korrekt “Attended” bzw. “Webcam-Photo taken” voreingestellt. Da das in Summe aber die wenigsten Caches betreffen, habe ich es mir erspart, diesen Umstand abzufangen.

Fragen zum Makro, aber auch Kritik und Anregungen nehme ich natürlich wieder in den Kommentaren entgegen.

Gruß
Andi