11. Mai 2013
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Kurz vor dem Einschlafen.
Unser Fruchtzwerg ist momentan zu einem richtigen Plappermaul geworden.
Hier nur mal ein kleiner Ausschnitt von dem, was wir hier jeden Abend hören, kurz bevor die Kleine einschläft. #doppelhachdeluxe
11. Mai 2013
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Unser Fruchtzwerg ist momentan zu einem richtigen Plappermaul geworden.
Hier nur mal ein kleiner Ausschnitt von dem, was wir hier jeden Abend hören, kurz bevor die Kleine einschläft. #doppelhachdeluxe
09. Januar 2013
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Macht Euch das Geocaching eigentlich noch spaß?
Hatte ich im letzten Jahr zur gleichen Zeit einen Anfall von Dosenfrust, ist er dieses Jahr irgendwie noch schlimmer und ich musste feststellen, dass es diesmal gar nicht so der typischen Dosenfrust ist, sondern dass mir mein eigentlich so geliebtes Hobby einfach fremd geworden ist.
Wie in einer gescheiterten Beziehung denke ich: Ich bin unglücklich damit, aber es ist mein Hobby und gehört zu mir. Es ist eben so.
Nur lohnt es sich daran festzuhalten?
Die Community wirkt aggressiv, wie noch nie zuvor. Der Durchschnitts-IQ sinkt (gefühlt) ständig. Reviewer müssen immer härter durchgreifen, reglementieren, so dass es immer schwieriger wird, interessante Caches zu legen. Das was vorher geduldet, aber nicht immer ganz legal war, brachte viel Spielraum für interessante Stages… alles weg. Trendhobby, Kommerzialisierung…
Was wird nur aus dem Geocaching? Werden irgendwann Stages verboten, weil das Anbringen von Hinweisen, Aufklebern, Heftzwecken irgendwie Sachbeschädigung ist und das Hinterlassen von irgendwelchen Dosen als Umweltverschmutzung gelten könnte?
Ich glaube, dass sich das Geocaching langsam aber sicher von selbst abschafft. Vielleicht eine Chance, denn es könnte wieder ein Hobby für Nerds und für echte Abenteurer werden… irgendwann… u.U.
Das Jahr 2012 war für mich sehr geocachingarm gehalten. Die Namen auf Events kennt man kaum noch. Die Euphorie der Neucacher um jeden einzelnen Mikro kann ich nicht mehr teilen und ein Gespräch wird im Keim erstickt, wenn es um eine Powercaching-Tour geht.
Und jetzt macht sich die Erkenntnis breit, dass ich wohl kein Geocacher mehr bin, sondern eher ein Wanderer, der sich an tollen Orten erfreut. Einfach mal abschalten, ohne irgendwelchen Variablen irgendwelche Werte zuzuweisen und leicht gebeugt über dem GPSr zu hängen.
Es ist so lange her, dass ich dieses Kribbeln gespürt habe. Diesen Willen “diese verdammte Dose” jetzt doch noch zu finden. Sich auf den Eintrag zu freuen… da ist nichts mehr. Es ist eher so, dass man am Baumstumpf steht und ernsthaft überlegt, ob man sich jetzt wirklich bücken soll, um unter dem Moos den Papierfetzen aus der Filmdose zu ziehen.
Leute, ich glaub’, ich mach jetzt einfach mal was anderes!
22. August 2012
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Am letzten Samstag war ich mal wieder in Sachen Geocaching unterwegs. Da sich mein Engangement derzeit auf nette Events und beiläufige Dosen beschränkt, war es umso schöner ein Event in der Nähe im Email-Notifier zu finden. Ich rede von dem Event “GecKo – Ausflug ins Grüne!”. Ein Will Attend war selbstverständlich.
Das kleine Event sollte uns zu den Bruchhauser Steinen führen, dessen kleinster “Brocken”, dem Feldstein, als einziger begehbar ist und eine wirklich phantastische Aussicht bot.
Das Wetter war grandios und so konnte ich erneut meine DSLR zücken und ein paar Impressionen vom Event festhalten.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank für das nette Event in toller Umgebung!
19. August 2012
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Ja, am letzten Donnerstag war es, da saß ich (mehr oder weniger motiviert) im unklimatisierten Großraumbüro meines Arbeitgebers und dachte an Dinge, die man bei dem schönen, warmen Wetter wohl besser anstellen könnte, als Bits und Bytes über den Bildschirm zu jagen. Die insgeheim erhoffte Erlösung kam via SMS von Freund und Nachbar Groman123:

Meine Antwort liest sich sicherlich etwas zurückhaltend, aber insgeheim habe ich ja nur auf die Gelegenheit gewartet, dass ich mit Groman123 mal in die Luft gehen kann und die Freude war dementsprechend groß.
Gut, dass ich jüngst in eine Einsteiger-DSLR-Ausrüstung investiert habe, so dass ich das bevorstehende Erlebnis auch für mich digital konservieren konnte.
Als Termin kam für mich nur a.s.a.p. in Frage, so dass wir uns direkt für den Freitag verabredeten. So zwischen 13 und 15 Uhr sollte es stattfinden, dann wäre es mit der Thermik gut bestellt. Der aufmerksame Leser wird es jetzt wissen: Groman123 ist Segelflieger und so stand mir ein Flug ganz ohne Motor bevor.
16. August 2012
![Profilbild von Wolle [CR] Profilbild von Wolle [CR]](http://www.cacherats.de/wp-content/themes/gloriousday/img/wolle.png)
Am 18.08.2002 um 11:15 Uhr brach nahe des Dessauer Ortsteil Waldersee der Schwedenwall und auf einer Breite von ca. 70m ergoß sich die Jahrhundertflut über Straßen und in Vorgärten, Keller und Wohnzimmer von ca. 2.600 Einwohner des Vorortes von Dessau. Zehn Jahre später ist dieses fast in Vergessenheit geraten.
Damals war ich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt, in einem siebenwöchigen Dauereinsatz. Viele ehrenamtliche Helfer aus Nah und Fern unterstützten uns erfolgreich und konnten so Schlimmeres verhindern. Die Mulde, welche in Dessau in die Elbe fließt, stieg um fast fünf Meter auf eine Pegelhöhe von 6,25m an. Auch die Elbe erhöhte ihren Pegel auf 7,16m.

Sicherlich erinnern sich viele an die schrecklichen Bilder aus Dresden, Pirna oder Grimma. So schlimm hatte es uns gar nicht erwischt. Grund dafür war ein Dammbruch nahe Bitterfeld, ca. 25km südlich von Dessau. Dort liegt die Goitzsche, ein ehemaliger Tagebau welcher kontrolliert mit dem Wasser der Mulde geflutet werden sollte. Der Beginn war Ende 1998 und sollte acht Jahre bis zum Jahre 2006 andauern. Im August 2002 lief der See innerhalb von zwei Tagen auf einer Gesamtfläche von über 13km² voll. Damit nicht genug, denn die geplante Wasserhöhe wurde sogar um zusätzliche vier Meter überschritten was wiederum auch die Stadt Bitterfeld vom Hochwasser bedrohte. Allerdings brachten diese zwei Tage der Stadt Dessau Zeit um die Deiche zu sichern.

Viele Erinnerungen aus dieser Zeit sind noch da – auch nach zehn Jahren noch. Ich bin selbst verwundert, dass soviel davon noch nicht in Vergessenheit geraten ist. Im November 2010 erinnerte ich mich das letztemal an die Flut. Damals verarbeitete ich meine Gedanken in einem Cache (GC2HP95) .
Zwei Tage nach dem das Wasser den Ort geflutet hatte wurden die Schäden begutachtet. Die Pegelstände von Mulde und Elbe fielen, allerdings war an ein Aufräumen noch lange nicht zu denken. Im Boot durch “Klein-Venedig”. Nur hier standen die Häuser nicht auf Pfählen und die Wassermarke des Höchststandes hatte sich, teilweise bis unter den Dachfirst, in den Putz gebrannt. Autos welche komplett unter Wasser gestanden haben zeigten schon wieder ihre Dächer und ließen die Tiefe der braunen Brühe unter uns erahnen. Oberhalb des Wasserspiegels war nur eine Geisterstadt zu erkennen. Herabgelassene Rollläden, in der Ferne bellte ein Hund welcher seit zwei Tagen nichts mehr zu Fressen bekommen hatte – später konnten wir ihn im Tierheim abgeben. Hinter einem Zaun schwammen ein Dutzend Hühner welche die Flut nicht überlebt hatten. Wo sollte man hier anfangen?

Die folgenden Aufräumarbeiten im Gebiet von Dessau-Waldersee waren geprägt von stehendem, faulendem Wasser und ölgeschwängerter Luft welche in der Sommerhitze aufstieg. Alle Einwohner wurden schon im Vorfeld evakuiert und so kamen wir in eine verlassenes Gebiet welches einmal die Heimat von Menschen war die hier alles verloren hatten. Andere hatten etwas mehr Glück da ihr Haus etwas höher stand und so nur der Keller in Mitleidenschaft gezogen wurde. Doch überall war dieser rote Film von Heizöl auf dem Wasser welcher aus vielen Kellerfenstern gespeist wurde. Solange wie das Wasser nicht abgeflossen ist war die Aufgabe klar…

Einige Tage später war das Ausmaß der Zerstörung dann vollends zu überblicken. Die Boote wurden gegen Straßenfahrzeuge ersetzt, die Einwohner kehrten in das, was einmal ihr zu Hause war, zurück und in vielen Gesichtern konnte ich Ratlosigkeit entdecken. Diese Leere in den Augen kann man nicht beschreiben und trotzdem flackerte darin ein Licht auf wenn man ohne zu Fragen einfach mit anpackte und sie sahen dass sie nicht alleine standen. Viel Arbeit lag noch vor uns und vier Wochen später war das Gröbste geschafft.
Heute, zehn Jahre nach der Jahrhundertflut, sieht man kaum noch ein Anzeichen dieser Naturkatastrophe. Überall erblickt man schicke kleine Häuschen mit frisch gemähtem Rasen und keiner denkt an diese schwere Zeit zurück. Wenn man die Einwohner allerdings darauf anspricht verklärt sich kurz der Blick, die Stimme wird brüchig und man weiß, dass auch nach dieser langen Zeit noch so viel Erinnerung an diese Zeit in der Seelee eines jeden Einzelnen steckt.
Quelle (Bild): idw, Helmholtz, eigene Bilder